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Der Masseto-Weinberg

Masseto Junior

„Die tiefer gelegene Lage des Hügels wurde zehn Jahre später angelegt, daher ihr Name Masseto Junior, und erstreckt sich auf sandigen und tonhaltigen Böden. Ihre Weine fallen leichter aus und sind für sich allein genommen anonymer, aber überaus wertvoll, um an einem eventuellen Tanninüberschuss anderer Weine zu feilen, indem sie die Feinheit der Tanninstruktur stärken.“

Masseto Centrale

„Im zentralen Teil finden wir den höchsten Anteil an Lehm aus dem Pliozän, der das prägende Merkmal dieses Terroirs ist. Er ist zweifellos der wichtigste Teil - Massetos wahre Seele und sein Rückgrad. Die Weine des Masseto Centrale fallen kraftvoll und konzentriert aus, mit einer imposanten Tanninstruktur.“

Masseto Alto

„Auf der Hügelspitze in der Lage Masseto Alto herrschen eher lockere, sandige und besonders steinige Böden vor. Diese Lage wird häufig als erste geerntet, vor allem in den heißen Jahrgängen. Der von hier stammende Wein ist geradliniger, er zeigt weniger Opulenz, aber viel Dichte.“
Hektar(Ha): 6,63
Sorte: Merlot
Dichte: 3,00x0,85
Anbaujahr: 1984
Reberziehung: Kordonsystem
Boden: lockerer, feuchter Lehm und Schotter

Die Kraft der Natur

Schöpfer des Masseto ist in erster Linie und ganz offenkundig die Natur. Um ihre Kraft zu verstehen, müssen wir uns daran erinnern, dass wir über Ereignisse sprechen, die Millionen von Jahren vor unserer Zeit abliefen. Das Gebiet, in dem sich heute der Masseto-Weinberg befindet, war früher einmal Küstenmarschland. Über die Jahrhunderte bildeten sich dort mit Meeresablagerungen durchsetzte Lehmschichten. Die marinen Bestandteile erhöhten den Salzgehalt des Substrats. In den darauf folgenden Epochen wurden die Lehmböden mit dicken Ablagerungen aus der Erosion der Hügel überzogen, die damals Berge und in einigen Fällen Vulkane waren. Diese Ablagerungen enthielten verschiedene Arten von Lehm, Sand, Kiesel und Gesteinsbrocken. Erschütterungen der größten bekannten Art - Erdbeben - falteten die Schichten auf dem Grund, und bei einer dieser Faltvorgänge wurden die Pliozän-Lehmschichten angehoben und an die Oberfläche befördert.

Wenn Wärme und Kühle wunderbar zusammenspielen

Der Masseto-Weinberg ist mit einem ganz besonderen Klima gesegnet. Die Reben werden das ganze Jahr über von der mediterranen Sonne verwöhnt. Während der Sommermonate mäßigt ein sanfter Wind die Temperaturen. Die kühlen Böden, zusammen mit dem milden, freundlichen Klima, bewahren die Rebstöcke vor Trockenheit und erlauben den Trauben, schrittweise zu reifen. Die für den Merlot eigentlich ungewöhnlichen Klimaverhältnisse tragen dazu bei, dem Masseto seine betörende Kombination von Reife und Frische zu verleihen.

Die Geburt des Masseto

Warum auf dem Masseto-Hügel einen Weinberg anlegen? Unter den ersten, die das Potenzial des großartigen Terroirs des Masseto-Hügels erkannten, war der bekannte russisch-amerikanische Weinbauexperte Andrè Thcelicheff, ein Mann, der Anfang 1980 seine großen Erfahrungen in das Masseto-Konzept mit einbrachte. Andrè Thcelicheff war ein Visionär, der Wissen und Inspiration miteinander verband. Er liebte den Merlot und spürte sofort, dass der Masseto-Hügel dank seines besonderen Terroirs und der ungewöhnlichen klimatischen Verhältnisse ein Traumplatz für den Merlot wäre, auf dem er seine Schönheit voll entfalten und zum Ausdruck bringen könnte. Das Masseto-Team folgte seinem wertvollen Rat, legte den Weinberg an und machte es sich zur Aufgabe, den Traum über die Jahre hinweg wahr zu machen.

Die Komplexität des Masseto-Terroirs

Ganz oben, in der Lage Masseto Alto, auf der Hügelspitze etwa 120 m über dem Meeresspiegel, besteht der Boden aus lockerem, mit Sand und Steinen durchsetztem Lehm: eine ideale Bodenstruktur für die Entstehung eines Weines von großer Eleganz. Die Zone unterhalb davon, genannt Masseto Centrale, ist der zentrale Teil des Weinbergs, seine Seele und sein Rückgrat. Die Hänge weisen hier eine Neigung von 10 % auf. Der hohe Anteil von Lehm aus dem Pliozän bestimmt den Charakter seines Bodens. Aus ihm holt sich der Wein seine Kraft, Konzentration und imposanten Tannine und gewinnt damit großen Charakter, Struktur und Langlebigkeit. Die Rebstöcke der Lage Masseto Junior auf den untersten Reihen wachsen auf weniger lehmhaltigen Böden. Aus dieser Zone bezieht der Wein seinen Atem, seine Großzügigkeit und Weichheit. Auf jeder dieser drei Anbauzonen gibt es kleinere Flächen, auf denen die Trauben unterschiedlich reifen und daher zu unterschiedlichen Zeiten gelesen werden müssen. Solch ein vielschichtiges Mosaik spiegelt sich natürlich im Wein wieder, in seiner großen Komplexität und seinen facettenreichen Dimensionen.

Die Bedeutung der lehmigen Böden des Masseto-Terroirs

Dank ihrer mineralischen Struktur können die Lehmerden des Masseto-Terroirs Wasser in der Menge ihres eigenen Gewichts aufnehmen und speichern. Ein lehmiger Untergrund ist daher immer kühl. Er muss jedoch, besonders im Sommer, konstant umgewälzt werden, damit man die ideale Kombination von Faktoren erhält, die der Wein erfordert: Sonne für das Blattwerk und Wasser für die Wurzeln. So können die Trauben unter den bestmöglichen Bedingungen gleichmäßig und ohne Stress heranwachsen und eine optimale Phenolreife erlangen.

Die Anordnung der Rebzeilen auf dem Masseto-Weinberg

Die Anordnung der Rebzeilen ist von wesentlicher Bedeutung. Die Reihen der Rebstöcke sind quer zum stärksten Gefälle des Hügels hin angeordnet, damit das Wasser der sommerlichen Niederschläge langsam in den Boden eindringen kann, anstatt heftig abzufließen. Die Reberziehung entspricht dem einarmigen Kordonsystem. Die Anzahl der Knospen pro Pflanze und der Ertrag schwanken je nach dem, wie kräftig sich die einzelnen Rebstöcke entwickeln. Die Weinbergarbeiter helfen ihnen, ihr optimales Gleichgewicht zu erreichen, indem sie 5-10% der Pflanzen beschneiden.
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